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31.07.2008
verlustreiche biketour von biel zur schmidi-hütte mit anschliessendem spaghetti-schmaus
was habe ich im geschäft nicht schon für stories über die legendären ausflüge in die noch legendärere schmidi-hütte zu ohren bekommen. von irrfahrten durch die dunkle nacht war die rede. und das wort grappa ist mir vorallem aufgefallen. der name dave ist auch immer wieder in den geschichten drin vorgekommen. und nun kann ich also meine eigene schmidi-hütte-geschichte erzählen.
nun, dies gleich vorweg: all zu spektakulär gings dieses mal nicht zu und her. dienstag nachmittag vier uhr, fred, david, dave, ädu, pädu und ich machten uns also von biel aus auf den weg richtung schmidi-hütte. die von ädu - dem weitaus erfahrensten schmidi-hütten-besucher - vorgeschlagene variante via tierpark, plagne, romontberg, stierenberg, bützen, brüggli, schauenburg, althüsli, weissenstein und wegspinnele zur schmidi-hütte war allen genehm. allerdings stellte sich das geplante vorhaben für den etwas zu wenig trainierten david als zu hart heraus. nach etwas mut zusprechen und der erklärung, wie man mit auto und zu fuss zur schmidi-hütte gelangt, konnten wir david überzeugen, zwar die biketour abzubrechen, jedoch trotzdem in die hütte zu kommen. wir fuhren indes weiter hinauf richtung plagne. rings um uns türmten sich mittlerweile mächtige gewitterwolken. angetrieben vom drohenden wolkenbruch, sind wir richtig mit gas auf den romontberg gerast. dave und ich hatten mit unseren schweren göppeln - hardtail-freak fred hat unsere bikes gar als panzer bezeichnet - natürlich etwas mühe das tempo der andern zu halten. erste tropfen erreichten unsere verschwitzten köpfe just beim erreichen der beiz auf dem romontberg. dem vorschlag von ädu, doch noch ca. 20 minuten bis zum stierenberg zu fahren, konnten wir nichts wirklich negatives abgewinnen. also weiter. letzte steigung, dann geiler trail runter, dann …!? sturz von pädu. voll auf den oberschenkel. pädu schmerzverzerrt bis vorerst zum stierenberg. beiz geschlossen. keine änderung an der regenfront. immer noch leichtes tröpfeln. zwar immer noch schmerzverzerrt, hat sich pädu zur weiterfahrt durchgerungen. aufstieg zur bützen. der regen wurde etwas stärker. dann runter zum bettlachberg. nächste beiz, auch geschlossen. weiter zum brüggli. weiterhin nichts neues von der wetterfront. blaue zellen zu sehen, wir aber weiterhin unter einer grauen schicht. duzende von geschlossenen kuhgattern zerrten bei einigen teilnehmern zusätzlich am mittlerweile dünn gewordenen nervenkostüm. brüggli geschlossen. also weiter zur schauenburg. der weg furztrocken. die schauenburg war offen, yeah… eine kurze pause war angesagt. hunger, durst, dumme sprüche, pädu immer noch mit deftigen schmerzen im oberschenkel. dann weiter hinauf zum althüsli. laufpassage von 15 minuten. nun begann es doch noch richtig zu regnen. dave fiel mit seinem schweren nomad etwa 100 m hinter den rest zurück. dann die eskalation, nein die explosion von dave. krämpfe in den waden, und dass er lieber biken statt wandern würde, hat er uns später erzählt. mit dem kurzen gewitter von dave gingen aber auch die letzten regentropfen von dannen. runter-rauf zum weissenstein und schliesslich ein unter normalen umständen herrlicher hangtrail runter zur wegspinnele. ein letzter trail, klitschnass und übersäht mit wurzeln - dreimal bin auf den letzten 500 m noch fast auf die fresse geflogen - und schliesslich eine kurze fusspassage. und da war sie: die schmidi-hütte. und schmidi war natürlich auch da. und auch david war wieder da. sensationelle aussicht, die hütte klebt am felsen vom balmfluechöpfli, ein halbkühles bier - egal - grandiose spaghetti mit rahm-nuss-pfeffercantadou-sauce à la schmidi. perfekt. irgendwann war natürlich noch ein gläschen grappa angesagt. wieder dumme sprüche. bettruhe. ach ja: am nächsten morgen sind wir in aller herrgottsfrüh auf dem mehr oder weniger schnellsten weg wieder zurück nach biel gefahren. ausser, dass mir ein ast das halbe schienbein aufgerissen hat, ist nichts erwähnenswertes mehr passiert.
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